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ISO-EmpfindlichkeitWas ist die „ISO-Empfindlichkeit“ ?Die ISO-Empfindlichkeit ist ein Maß für die Lichtempfindlichkeit des Bildsensors einer Digitalkamera (bzw. des Films in der analogen Fotografie).
Die Angabe der Empfindlichkeit in ISO ist ein Standard, den die Digitalfotografie von der analogen Fotografie übernommen hat. Dort gibt es verschiedene Methoden, um die Lichtempfindlichkeit von Filmen in Zahlen zu beschreiben, eine davon ist die internationale, mit ISO bezeichnete Norm. Dabei steht „ISO“ eigentlich nur für die international übliche Abkürzung der Organisation, die diesen Standard festgelegt hat und ist keine spezielle Abkürzung aus der Fotografie. Üblich ist eine knappe Angabe wie z.B. „ISO 100“. Auf Filmdosen oder -schachteln findet man noch die vollständige Angabe wie z.B. „ISO 100 / 21°“, in die Digitalfotografie hat sich nur die erste Zahl hinüberretten können.
In der analogen Fotografie wurden unterschiedliche Empfindlichkeiten durch unterschiedliche chemische Zusammensetzungen der Filme erreicht; in der Digitalfotografie werden die aus der analogen Fotografie bekannten Empfindlichkeiten durch unterschiedliche Verstärkung der Signale vom Bildsensor nachgebildet.
Die gängigen ISO-WerteAusgehend vom Standardwert 100 erhält man alle weiteren ISO-Werte durch Halbierung oder Verdoppelung:
Es gilt wie bei der Blende und Belichtungszeit, dass die Skala der ISO-Angaben in Lichtwerten abgestuft ist. Jede ISO-Empfindlichkeit in der Reihe benötigt die halbe Menge Licht wie die vorige und kann also mit der halben Belichtungszeit oder nächst kleineren Blende (=nächst größeren Blendenzahl) belichtet werden, um die gleiche Helligkeit im fertigen Foto zu erreichen. ISO-Empfindlichkeiten unter 100 (50, 25) sind nur für wenige Filme von Bedeutung und spielen in der Digitalfotografie keine Rolle.
Die praktische Bedeutung der ISO-EmpfindlichkeitDie ISO-Empfindlichkeit ergibt zunächst zusammen mit der Blende und der Belichtungszeit die Belichtung eines Fotos. Sie kann also bewusst eingesetzt werden, um gewünschte Belichtungszeiten und Blenden zu erreichen – am wichtigsten ist sicher der Fall, dass eine höhere ISO-Empfindlichkeit die Belichtungszeit verkürzen soll, um ein Verwackeln des Bildes zu verhindern. Zum zweiten gibt es einen einfachen, wichtigen Zusammenhang mit der Bildqualität: Je höher die ISO-Empfindlichkeit, um so höher ist das Bildrauschen bei Digitalkameras und um so schlechter die Bildqualität.
Man kann also eine einfache Empfehlung aufstellen: einfach stets mit einer möglichst niedrigen ISO-Empfindlichkeit zu fotografieren und sie nur dann höher zu wählen, wenn es für kleinere Blenden und insbesondere kürzere Belichtungszeiten wirklich nötig ist. © Copyright 2008 www.kompendium-digitalfotografie.de, Martin Schneider. | |||