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Histogramme - Was sie darstellen und wie sie zu lesen sindWorum es gehtDas Histogramm ist ein wichtiges Werkzeug in der digitalen Fotografie – zum einen, um in der Digitalkamera die Belichtung neuer Aufnahmen zu kontrollieren und zum anderen in der nachträglichen Bildbearbeitung.
Was ein Histogramm zeigtEin Histogramm ist eine grafische Darstellung einer Häufigkeitsverteilung. Angewendet auf die digitale Fotografie bedeutet es: Das Histogramm zeigt, wie oft in einem Bild welche Helligkeit auftritt. Da in der Digitalfotografie jeder einzelne Pixel in den drei Farben rot, grün, blau mit Helligkeiten von jeweils 0 bis 255 dargestellt wird, lässt sich für jeden Punkt einzeln eine Helligkeit ausrechnen und anschließend auszählen, welcher Helligkeitswert wie oft auftritt. Dabei ist zwischen zwei Arten von Histogrammen zu unterscheiden:
Ein einfaches Histogramm ist wie folgt zu lesen:
Links sind die dunkleren, rechts die helleren Punkte dargestellt, entsprechend die rein schwarzen am äußersten linken Rand und die rein weißen am äußersten rechten Rand. Und eine weit oben liegende Kurve bedeutet, dass viele Pixel mit der entsprechenden Helligkeit existieren, eine weiter unten liegende, dass wenige Pixel mit der entsprechenden Helligkeit existieren. Ein einfaches Beispiel-Histogramm erläutertHier geht es um ein "einfaches" Histogramm sowohl deshalb, weil nur eine Gesamthelligkeit und keine einzelnen RGB-Anteile dargestellt sind als auch, weil es von der Form her leicht zu lesen ist. Die folgende Aufnahme ist ein Schnappschuss von einem Januar-Nachmittag beim Schilaufen – bei Schneefall und Wolken, also wenig Licht und schlechter Sicht.
Der Hauptgrund für die Auswahl war aber, dass das Bild ein einfach zu lesendes Histogramm hat. Hier die Aufnahme, so wie sie aus einer Kompaktkamera kam und mit ihrem (aus Photoshop Elements entnommenem) Histogramm:
Im Histogramm lässt sich folgendes erkennen:
Ein RGB-Beispiel-Histogramm erklärtRGB-Histogramme zeigen die Helligkeitsverteilung für jeden einzelnen der drei Farbkanäle rot, grün, blau getrennt – entweder in Form dreier Linien oder sich überlappender Flächen. Hierzu ebenfalls ein Beispiel:
Das obere Histogramm stammt von dem Programm Thumbs Plus und zeigt jeden Farbkanal als einzelne Linie.
Die blaue Kurve hat einen größeren Berg mit zwei Spitzen für den Blauanteil des Schnees im unteren Bildteil und einen niedrigeren Teil weiter rechts bis an den äußersten Rand für den Himmel, der heller ist und daher im Histogramm weiter rechts liegt. Die Aussage dieses Histogrammes ist, dass das Bild einen Blaustich hat – da der blaue "Berg" weiter rechts liegt als der rote und grüne, also die Blauanteile insgesamt heller sind als die Rot- und Grünanteile.
Es ist nicht nötig, das RGB-Histogramm eines beliebigen Bildes genau zu studieren, um daraus ein besseres Bild zu machen. Tatsächlich haben viele RGB-Histogramme von Bildern mit beliebigen Farbverteilungen sehr unregelmäßige Formen, aus denen sich kein praktischer Nutzen ablesen lässt. RGB-Histogramme sind aber entscheidend, wenn es darum geht, zu beurteilen, ob ein Bild überbelichtet ist – denn es kann sehr wohl sein, dass das einfache Histogramm keine Überbelichtung zeigt, aber einzelne Farbanteile überbelichtet sind. Und das bedeutet, dass die Farben blasser oder sogar verfälscht werden und ist nur im RGB-Histogramm zu erkennen. Mehr hierzu finden Sie in dem Artikel über Belichtungskontrolle anhand von Histogrammen. © Copyright kompendium-digitalfotografie.de, Martin Schneider. | |||