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Histogramme in der BildbearbeitungWorum es gehtDieser Artikel knüpft an die beiden vorherigen zum Thema Histogramme an: Der erste erklärt, wie ein Histogramm zu lesen ist und Sie sollten dort beginnen, wenn Sie mit Histogrammen noch nicht vertraut sind. Die Helligkeitssteuerung mit Hilfe von Histogrammen ist eine der Techniken in der Bildbearbeitung, die man als „Handwerkszeug“ kennen sollte, wenn man sich ernsthafter mit der Digitalfotografie beschäftigt, da sie eine sehr einfache und wirksame (=sichtbare) Verbesserung der Helligkeitsverteilung im Bild bewirkt - und mehr Möglichkeiten bietet als einfache Regler z.B. für „Helligkeit“, „Schatten aufhellen“ etc. . Beachten Sie aber bitte, dass die Bearbeitung von Histogrammen je nach Bildbearbeitungsprogramm verschieden zu bedienen sein kann und nicht jedes Programm bietet die unten gezeigten Möglichkeiten. Alle Abbildungen weiter unten stammen von Adobe Photoshop Elements. Welche Abstimmung der Helligkeit ist die richtige?Es lohnt sich, vor der im folgenden beschriebenen eigentlichen Bearbeitung ein Bild etwas auf sich wirken lassen und zu überlegen, was Sie eigentlich in der Bearbeitung erreichen möchten. Man kann sich sonst sehr leicht im Herumprobieren mit den unzähligen Möglichkeiten der Bildbearbeitung verlieren. Das ist wunderbar zum Üben und Kennenlernen, aber ein Zeitfresser, wenn Sie wirklich einen Stapel Bilder bearbeiten möchten. Daher diese Frage vorneweg, und zur Veranschaulichung meiner Antwort zeige ich das weiter unten verwendete Ausgangsbild (links, dasselbe wie auch im Grundlagenartikel) und eine bearbeitete Fassung (rechts): Es gibt keine „richtige“ oder „falsche“ Abstimmung der Helligkeit mit dem Histogramm (oder irgendeiner anderen Funktion der Bildbearbeitung). Wer bisher das Ideal verfolgt, seine Bilder sollen möglichst realitätsnah so aussehen, wie das Auge sie wahrgenommen hat, hat dadurch auch keinen verlässlichen Maßstab, wie dieses Beispiel gut zeigt:
Entstanden ist das Bild, um einzufangen, wie die Bäume und Hütten sich nur schemenhaft, fast wie gemalt aus dem einförmigen Weiß von Wolken und (in der Verkleinerung nicht erkennbarem) Schneefall rundherum abheben. Die Kameraautomatik hat dies im linken Bild zu dunkel belichtet und daher scheint eine nachträgliche helle Abstimmung mit schwachen Kontrasten wie im rechten Bild passend. Meist sind aber kontrastreiche Bilder mit klaren Farben erwünscht, wobei die als nächstes beschriebene Streckung gute Ergebnisse bringen wird. Für den Einstieg empfehle ich daher, zunächst diese zu versuchen und danach bewusst mit anderen Einstellungen zu experimentieren, wenn die Ergebnisse nicht gefallen. Das Strecken eines Histogramms für bessere Kontraste (Tonwertspreizung)Beispielbild 1: Ausgangsbild und Fenster zur Histogramm-Bearbeitung
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Die drei kleinen Regler in Form eines schwarzen, grauen und weißen Dreiecks unten am Histogramm dienen zum Strecken des Histogramms in den nächsten Beispielbildern. Beispielbild 2: Einstellen des Weißpunktes
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Das bewirkt, dass alle Punkte, die im Histogramm rechts von dem weißen Regler stehen, zu einem reinen Weiß werden und die links davon stehenden werden entsprechend aufgehellt.
Vergleichen Sie das Bild mit dem vorigen, indem Sie die Links neben den Zwischenüberschriften anklicken – dann erscheint sofort das nächste bzw. vorige Bild anstelle des bisherigen für einen direkten Vergleich! Wenn man den weißen Regler weiter nach links schieben würde, würden noch mehr Punkte weiß werden, aber wie bei einem überbelichteten Bild Details verlorengehen. Beispielbild 3: Einstellen des Schwarzpunktes
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Anstelle der Regler lassen sich auch die rechts befindlichen Pipetten benutzen - das Anklicken einer beliebigen Stelle im Bild mit der Pipette für Weiß-, Grau- oder Schwarz-Auswahl bewirkt dasselbe wie das Schieben des zugehörigen Reglers auf die entsprechende Helligkeit. Am besten vergleichen Sie auch hier selbst durch Anklicken der Links neben den Zwischenüberschriften, wie jetzt die dunkleren Hütten und Bäume noch dunkler geworden sind und der helle Himmel sich kaum verändert hat. Beispielbild 4: Ergebnis der Histogramm-Streckung
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Die roten Linien deuten an, wie die bisher hellgrauen bzw. dunkelgrauen Stellen, die zu dem weißen bzw. schwarzen Regler gehören, zum rechten bzw. linken Rand gestreckt wurden - also weiß bzw. schwarz wurden.
Wichtig ist die ganz andere Bildwirkung gegenüber dem Ausgangsbild: Durch Ausschöpfen der möglichen Kontraste zwischen hell und dunkel wirkt das Bild wesentlich klarer und kräftiger.
Verschiebung des mittleren GrautonesBeispielbild 5: Einstellen des mittleren Grautones
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Dieser graue Regler ist gegenüber dem vorigen Bild nach links gewandert, zeigt also auf eine geringere Helligkeit und diese wird zu einem mittleren Grauton aufgehellt. Vergleichen Sie auch hier wieder mit dem vorigen Bild: Die dunkelsten Stellen am linken Baum sind fast unverändert; die mittleren Grautöne der übrigen Bäume und der Hütten sind aufgehellt. Das „Stauchen“ eines Histogramms für eine hellere oder düsterere Bildwirkung (Tonwertumfang)Beispielbild 6: Abdunkeln des Bildes
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Stattdessen wird die größte und geringste Helligkeit festgelegt, die im fertigen Bild auftreten soll. Und alle zuvor hellen Stellen werden auf die gewünschte geringere Helligkeit begrenzt bzw. alle dunklen Stellen mindestens auf den gewünschten Wert angehoben. Dies geschieht über die zweite Leiste mit Schiebern, "Tonwertumfang" genannt. Im obigen Beispiel ist der weiße Regler nach rechts geschoben – das bedeutet, dass zuvor weiße Stellen (sofern vorhanden) auf diesen Helligkeitswert abgedunkelt werden. Und alle anderen Helligkeiten passen sich entsprechend an. Die geänderte Bildwirkung ist deutlich erkennbar: Nicht nur kontrastärmer, sondern vor allem düsterer. Beispielbild 7: Aufhellen des Bildes
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Dadurch hat sich der ohnehin helle Himmel gegenüber dem Ausgangsbild kaum aufgehellt, die dunkleren Stellen aber deutlich stärker und die Bildwirkung ist wesentlich heller. ZusammenfassungDurch die Histogramm-Bearbeitung haben Sie wenige, aber flexible und wirkungsvolle Methoden, die Helligkeitsverteilung zu steuern:
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