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Beispielbilder der Nikon D200
mit verschiedenen Weißabgleich-Einstellungen

Weshalb der Weißabgleich für gute Bilder so wichtig ist

Diese Seite zeigt Vergleichsbilder, die anschaulich machen, wie verschiedene Einstellungen für den Weißabgleich die Farbwiedergabe beeinflussen.
Sie setzt Kenntnis der Grundlagen voraus, was ein Weißabgleich ist und weshalb er für die Digitalfotografie so wichtig ist. Und sie stellt ein für die Personenfotografie relevantes Beispiel in den Mittelpunkt, bei anderen Motiven kann man zu leicht anderen Ergebnissen kommen.

Zu Beginn ein Beispiel mit Farbunterschieden, die die Auswirkungen auf die Bildqualität veranschaulichen: Eine Hand bei schattigem Licht, aufgenommen mit automatischem Weißabgleich.

 

Bewegen Sie den Mauszeiger über das Bild, um den Unterschied zum manuellen Weißabgleich zu sehen!
Lassen Sie das zweite Bild eine Weile auf sich wirken, bevor Sie die Maus wieder vom Bild wegbewegen!

Es gilt für die D200 wie auch für viele andere Kameras: Vor allem im Schatten neigen die Bilder zu kühlen Farben, wenn man nicht manuell nachhilft.
Im Schatten und im Freien ist die Hauptlichtquelle nun mal der Himmel, und der ist bekanntermaßen blau, gibt also kühles Licht.
Es muß allerdings jeder selbst ausprobieren, wie seine Kamera reagiert.

Es folgen zwei Bilderserien, die einen genaueren Vergleich mehrerer Einstellungen erlauben.
Sie unterstützen auch die Aussagen, die ich zur Benutzung des Weißabgleichs in meinen Praxis-Tipps zur Nikon D200 gemacht habe.

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Verschiedene Weißabgleichs-Einstellungen der D200 bei Sonnenlicht

Aufnahme mit D200 in der Sonne, automatischer Weißabgleich Aufnahme mit D200 in der Sonne, Weißabgleich = Sonne
Aufnahme mit D200 in der Sonne, Weißabgleich = Wolken Aufnahme mit D200 in der Sonne, manueller Weißabgleich mit Graukarte

Reines Sonnenlicht ist für die Farbwiedergabe unproblematisch und die Automatik ergibt die gleichen ansprechenden Farben wie die manuellen Einstellungen. Alles andere wäre bei einer Kamera wie der D200 auch eine Enttäuschung.
Die Aufnahme links unten zeigt, wie man durch Einstellung von "Wolken", also etwas kühlerem Licht auch bewußt leicht wärmere Farben erzeugen kann.

Ansonsten ist die Farbwiedergabe in Bezug auf Sättigung und Kontrast übrigens ohne manuelle Eingriffe - es war lediglich mein persönlicher Standardwert für etwas stärkere Scharfzeichnung aktiv.

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Verschiedene Weißabgleichs-Einstellungen der D200 im Schatten

Aufnahme mit D200 im Schatten, automatischer Weißabgleich Aufnahme mit D200 im Schatten, Weißabgleich = Wolken
Aufnahme mit D200 im Schatten, Weißabgleich = Schatten Aufnahme mit D200 im Schatten, manueller Weißabgleich mit Graukarte

Die Aufnahmen links oben und rechts unten entsprechen den beiden oben auf der Seite.
Manueller Weißabgleich mit der Graukarte erzielt die besten Farben. Das gilt auch für die Tischdecke, die nicht rein weiß, sondern leicht cremefarben war.

Gut erkennbar ist, wie die Auswahl der Einstellung "Schatten" auch gute Farben, ähnlich dem direkten Weißabgleich per Graukarte erzeugt - aber eben nur fast.
Die Auswahl von "Wolken" rechts oben ist auch zu kühl und sogar bläulicher als der automatische Weißabgleich. Die Automatik paßt die Farben also bereits stärker an, als bei wolkigem Himmel erforderlich wäre - aber eben nicht ganz ausreichend.
Die manuelle Auswahl von "Sonne" (hier nicht gezeigt) würde übrigens viel zu kühle Farben liefern, die auch einem unbedarften Betrachter als verfälscht auffallen.

Die Mango im Hintergrund zeigt übrigens ähnliche Farbverschiebungen wie Pflanzen oder Rasenflächen - hier zeigt sich die insgesamt warme Farbwiedergabe der D200 bereits mit einem leichten Stich ins Bräunliche.
Bei Landschaftsaufnahmen schneidet der automatische Weißabgleich also etwas besser aus als bei Personenaufnahmen.

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Zum Vergleich: Die gleichen Aufnahmen mit einer Kompaktkamera

Ich stelle ergänze die mit der D200 gemachten Aufnahmen mit Bildern der selben Aufnahmesituation, die ich mit einer vollautomatischen kompakten Digitalkamera gemacht habe. Es handelt sich um die Canon IXUS 850 IS - eine sehr ansprechende, handliche Kamera, die ich bevorzuge, um sie bequem bei sich zu haben, wenn die D200 zu groß und unhandlich ist.

Zunächst die Aufnahmen in der Sonne:
Aufnahme mit IXUS 850 IS in der Sonne, automatischer Weißabgleich Aufnahme mit IXUS 850 IS in der Sonne, Weißabgleich = Sonne
Aufnahme mit IXUS 850 IS in der Sonne, Weißabgleich mit Graukarte

Und hier die im Schatten gemachten:
Aufnahme mit IXUS 850 IS im Schatten, automatischer Weißabgleich Aufnahme mit IXUS 850 IS im Schatten, Weißabgleich = Wolken
Aufnahme mit IXUS 850 IS im Schatten, Weißabgleich mit Graukarte

Hier läßt sich folgendes erkennen:

  • Auch hier ist die Aufnahmesituation in der Sonne unproblematisch, sehr ähnliche Farben bei allen drei Einstellungen.
  • Gleicher Effekt im Schatten bei automatischem Weißabgleich - zu kühle Farben.
  • Und wie bei der D200 sind die Farben im Schatten mit dem manuellen Weißabgleich auf eine Graukarte am besten.
    (Ein weißes Blatt Papier, ein weißes Hemd oder ähnliches funktioniert übrigens genauso gut!)
  • Wer sich auf die vorgegebenen Möglichkeiten für den Weißabgleich verläßt, ist bei der IXUS und vielen anderen Kompakten im Nachteil, da es keinen speziellen Weißabgleich für den Schatten gibt, sondern lediglich eine Einstellung "Wolken", die immer noch zu kühl ist.

Zu Gunsten der IXUS sei noch angemerkt, daß die insgesamt etwas flaueren Farben und Kontraste sich noch verbessern lassen, wenn man eine Einstellung für leuchtendere Farben wählt, die ich normalerweise immer verwende, hier aber ausgeschaltet habe, um Bilder der Vollautomatik ohne weiteren Eingriff zu zeigen.

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